Kunst

Kunsthandwerk als Zeichen von Individualität

Im Gegensatz zum recht allgemein gehaltenen Begriff „Kunst“, unter dem heutzutage fast alles verstanden werden kann, birgt die Definition des Kunsthandwerkes die Besonderheit, dass es sich bei den Erzeugnissen um Gegenstände handelt, die nicht nur, wie der Name schon sagt, per Hand hergestellt werden, sondern in ihrer Art immer einzigartig sind. Allein schon, weil Handarbeit, im Gegensatz zu maschineller Herstellung, grundsätzlich Individualität durch kleinere bis größere Abweichungen beinhaltet. Maschinell hergestellte Kunstwerke, was auch immer jeder Einzelne darunter verstehen möchte, hat den Nachteil, dass die so erzeugten Produkte im Zweifel überall in exakt der gleichen Ausführung zu finden sind. Dies betrifft zum Beispiel die Serienproduktion von Bildern und Gläsern. Kunsthandwerkliche Gegenstände sind generell einmalig. Als Beispiele seien hier nach individuellen Wünschen gefertigte Schmuckstücke, Vasen und Gravuren genannt.

Der Unterschied zwischen Handwerk und Kunsthandwerk besteht darin, dass das Handwerk, je nach Art der Ausübung und beabsichtigtem Verwendungszweck, bestimmten Normen (zum Beispiel nach DIN) und sonstigen Auflagen unterliegt, die zwingend eingehalten werden müssen. Markante Beispiele hierfür sind Maurer und Zimmerer: In der Ausübung ihrer Handwerke müssen sie zwar über große Kunstfertigkeit verfügen, jedoch generell unter anderem gesetzliche und statische Bestimmungen exakt einhalten. Das Kunsthandwerk ist sowohl in dem Verfahren der Herstellung, als auch im Ergebnis völlig frei. Die so erzeugten Produkte müssen nicht besonderen Belastungen standhalten und keine sonstigen Auflagen erfüllen, sondern lediglich einem interessierten Abnehmer gefallen. Zu den klassischen Kunsthandwerkern zählen Porzellan- und Glasmaler, Silber- und Goldschmiede, Maler und Bildhauer, Instrumentenbauer und Uhrmacher, Glasbläser und Töpfer, Möbel-Schreiner und -Schnitzer, Weber und Graveure, sowie viele weitere.

Ein Kunsthandwerk auszuüben bedingt, über die Fähigkeit des Erstellens eigener Entwürfe zu verfügen, um auf diese Weise Unikate zu erzeugen. Dies kann sich sowohl in der Form oder Statik des Endprodukts zeigen, als auch bei den verwendeten Materialien, die in ihrer Konsistenz oder Maserung, wie bei Stein- oder Holzarbeiten, durch unterschiedliche Ausprägungen einzigartig sind. Eine Uhr kann durch besondere Gravuren zum Einzelstück werden; Porzellan durch extravagante Lackierungen, ein Tisch oder Schrank wird durch exklusive Schnitzereien zum Unikat und ein aus dem Urlaub mitgebrachter Edelstein kann Dank eines kunsthandwerklich begabten Gold- oder Silberschmiedes in ein wunderschönes, einmaliges Schmuckstück eingearbeitet werden. Kleine Kinder lieben es nicht nur, im Matsch zu spielen, sondern ebenso, mit Ton zu arbeiten. So bewahrt sich der Spruch „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ insbesondere in der Töpferkunst eine stete Aktualität und führt bereits kleine Meister in ein Kunsthandwerk ein.

Zu den meist verbreitesteten kommerziellen Tätigkeitsfeldern im Kunsthandwerk gehört das Gestalten und Herstellen von Schmuckstücken. Hier ragt besonders der Beruf des Goldschmied heraus. Seit jeher heiraten die Menschen und nutzen den Ring als Symbol der ewigen Liebe. Junge Paare die sich einen ganz besonderen Heiratsantrag machen setzen auch beim Thema Verlobungsringe auf Individualität auf höchstem Niveau. Daher entscheiden sich immer mehr für die Beauftragung zur Erstellung der Ringe einen erfahrenen Goldschmied in Anspruch zu nehmen.

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